Blog Nr. 2
Hallo ihr lieben,
Ich habe hier nur eine begrenzte Anzahl Bildspeicherplatz pro Blog. Deswegen habe ich jetzt einfach noch eine zweite Seite eingerichtet, auf der ich weitermache…
Die alte Seite bleibt aber mit allen Einträgen so bestehen!
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen.
Bis dann, eure Jule
Entlang der West Coast bist in den Norden
28. April 2019
Hallo ihr lieben,
die letzten zwei Wochen habe ich wieder sehr viel gesehen, vor allem eine ganze Menge an Kilometern zurückgelegt.
Von Athol ging es entlang vom Lake Wakatipu bis nach Queenstown, wo ich das schöne Wetter am Ufer des Sees genießen konnte.






Frankton Arm
Meinen zweiten Tag in der Stadt habe ich genutzt um den Ben Lomond zu erklimmen. Morgens war es noch ziemlich bewölkt, aber mit der stärker werdenden Sonne sind die Wolken auch so langsam verschwunden.
Der Anstieg auf den 1748 Meter hohen Gipfel war durchaus sehr anstrengend und ich weiß gar nicht so richtig wie ich das geschafft habe, es hat sich aber absolut gelohnt. Von dort oben hat man einen traumhaften 360° Blick über Queenstown, den Lake Wakatipu und die umliegenden Berge.






Ben Lomond Summit
Auf dem Weg nach unten bin ich dann noch bei der Skyline Platform, zu der man normalerweise mit der Gondel hochfährt, vorbei. Von dort hat man auch einen super Ausblick und kann die zahlreichen Paraglider beim Fliegen zuschauen…



Am nächsten Tag habe ich dann nachmittags Helena, meine beste Freundin, am Flughafen abgeholt. Mit ihr bin ich seitdem und noch die kommenden 9 Tage unterwegs.
Von Queenstown aus haben wir jetzt schon fast 900 km zurückgelegt.
Unser erstes Ziel war ein Campingplatz am Clutha River, als Zwischenstopp auf dem Weg nach Wanaka. Dabei sind wir auch durch Cromwell gekommen, eine Stadt die hier für den Obstanbau bekannt ist, deshalb vermutlich auch die riesige Obst-Statue.






Clutha River
Nach einem Mittag in Wanaka sind wir dann nach Albert Town auf einen Campingplatz.



Clutha River in Albert Town
Am nächsten Tag haben wir die Haast-Pass Road bis hin zur West Coast in Angriff genommen. Das Wetter war nicht das beste, deshalb konnte man den Ausblick nicht wirklich genießen, dafür aber relativ schnell die Strecke bis nach Haast an der Küste zurücklegen.



Blue Pools Walk


Von dort aus sind wir dann den Weg die West Küste hoch gestartet. Unser erster Stop war Ship Creek, von wo man einen total schönen Spaziergang durch den Wald zum Meer, Sanddünen und ein Wetland machen konnte.
Was mir hier aufgefallen ist, war dass sich die Vegetation, besonders die Bäume im Vergleich zur südlichen Region, aber auch der Ostseite des Landes, sehr stark verändert. Es sind nicht nur die Laubbäume die immer mehr auftauchen, sondern auch immer mehr und größere Palmen. Ist schon beeindruckend, sich den langsam voranschreitenden Wandel zu beobachten.
Zudem ist entlang der Küste überall extrem viel Schwemmholz, kleine Äste und Baumstüpfe, teilweise aber auch fast ganze Bäume. Ich frage mich echt wo das alles her kommt…









Von dem Creek ging es dann weiter in die Glacier Region zum Fox Glacier Village. Leider waren hier vor einiger Zeit aber sehr starke Regenfälle, weshalb die meisten der Walking Tracks in den Gletschertälern unzugänglich und gesperrt waren. So haben wir den Fox Glacier eigentlich nur von einem Aussichtspunkt durch die Bäume und vom Franz-Joseph Glacier gar nichts gesehen. Den Zugang hätte man dann eben nur durch ein Heli-Hike gehabt…




Sonnenuntergang
In der Nähe vom Fox Glacier ist der Lake Matheson, ein See bei dem man bei dem richtigem Wetter wunderschöne Reflexionen und einen super Blick auf den Mount Tasman und Mount Cook hat.


Unser Weg hat dann weiter zur Okarito Lagoon bis nach Hokitika geführt. Wieder mal viel Strecke mit dem Auto, aber es hat sich wieder definitiv gelohnt. Vor allem die Hokitika Gorge, einige Kilometer vom Meer entfernt, war echt schön.
Das ist eine Art Schlucht, durch die der Hokitika River fließt, der eine beeindruckende milchig-türkisblaue Farbe hat. Leider waren dort aber auch wieder belästigend viele Sandflies, weshalb wir die nächsten Tage etwas von unseren zahlreichen Stichen geplagt wurden.


Okarito Lagoon

Aussichtspunkt







Gecampt haben wir dann am Lake Karniere, wo wir einen traumhaften Sonnenuntergang und Sternenhimmel beobachten konnten. Die Sterne sieht man hier schon bestens um kurz nach sieben, da ist es nämlich mittlerweile stockdunkel.


Unser nächster Stop war dann Greymouth, die erste mal wieder etwas größere Stadt zum Proviant auffüllen. Ansonsten hat uns aber gerade der Campingplatz nicht sehr überzeugt, deswegen sind wir dann auch relativ direkt weiter bis nach Punakaiki gefahren, wo ein kurzer schöner Walk zu den Pancake Rocks und Blowholes geführt hat. Das sah schon ganz cool aus. Der Campingplatz in Punakaiki war auch total schön und vor allem direkt am Strand, wo wir abends wieder einen absolut unglaublichen Sternenhimmel mit bester Sicht auf die Milchstraße genießen konnten.










Am nächsten Tag, Helenas Geburtstag, sind wir nach einem schönen Frühstück inclusive Mikrowellen-Schokotassenkuchen zum Truman Track, ein kurzer Weg zu einer schönen Bucht mit interessanten Felsen und einem kleinen Wasserfall. Anschließend ging’s dann zum Cape Foulwind und zur Tauranga Bay, wo man zur richtigen Jahreszeit viele Seehunde hätte sehen können.







Von Westport aus haben wir dann endlich die Westküste verlassen und sind wieder in das Landesinnere zum Nelson Lakes National Park, genauer an den Lake Rotoiti gefahren, wo wir an dem schönen See einfach mal einen entspannten Nachmittag eingelegt haben. In dem See haben wir auch total große Aale gesehen, die gibt es da wohl in der Gegend. Schon beeindruckend, deren Größe…




Von dem See aus haben wir dann unsere letzte Etappe auf dem Weg in den Norden der Insel in Angriff genommen, wo wir jetzt die letzte Zeit zusammen entlang der Küste bis nach Picton fahren werden…
Ganz schön viel Küste in Neuseeland, aber jede Seite ist echt total anders, daher wird es auch so schnell nicht langweilig! 🙂
Ich hoffe bis zum nächsten Blogeintrag dauert es nicht wieder so lange, das wird dann immer so viel…
Bis dann, eure Jule
Milford Road
14. April 2019
Hallo ihr lieben,
nach dem Kepler Track habe ich erst mal zwei Tage in Te Anau entspannt, da es ohnehin geregnet hat, und habe dann den Weg zum Milford Sound in Angriff genommen.
Nicht alleine Milford Sound ist ein absolutes Highlight Neuseelands, es ist vor allem die Kombination mit der 120 Kilometer langen Milford Road ab Te Anau. Die Straße führt durch eine wunderschöne Landschaft immer weiter in die Berge, entlang von Flüssen, Wasserfällen und Seen, durch den Homer Tunnel, bis hin zum wundervollen Milford Sound, welcher hier auch als das achte Weltwunder bezeichnet wird.
Den ersten Tag bin ich bis zum Cascade Creek Campingplatz gefahren, von wo es dann am nächsten Morgen auch direkt weiter ging.









Am Hollyford River habe ich dann wieder einen Stop gemacht und bin zum Lake Marian gelaufen. Wobei man es fast schon als klettern bezeichnen kann, da es ein stetiger Anstieg über steinigen Untergrund und Baumwurzeln war. Die fast zwei Stunden und 400 Meter Aufstieg haben sich aber mit dem Ausblicke auf den grünblauen See inmitten der Berge absolut gelohnt.
Direkt am Anfang des Weges führt eine Hängebrücke über den traumhaft blauen Hollyford River und anschließend entlang der aus den Bergen herabschießenden Wassermassen.





Von dort ging es dann entlang zahlreicher atemberaubenden Fotostops weiter durch den Homer Tunnel und dann endlich runter zum Milford Sound.
Beziehungsweise erst mal auf den Campingplatz, wo ich entgegen jeder Logik und Ankündigung nicht reserviert habe, um dann mit dem Schild begrüßt zu werden, dass alle Plätze voll sind. Welch Überraschung…!
Mit der Befürchtung mir jetzt ein völlig überteuertes Zimmer in der Milford Lodge holen zu müssen, habe ich nochmal nachgefragt und tatsächlich hatte gerade, kurz vor meiner Ankunft jemand storniert, sodass doch noch ein Stellplatz für mich frei war. Wie kann man nur so ein Glück haben…


Vom Campingplatz aus bin ich habe ich dann zu Fuß die Wege mit Ausblick auf den Fjord erkundigt und den traumhaften
Sonnenuntergang beobachtet.



Milford Sound
Am nächsten Morgen ging es dann auch früh los, da ich für um 9.00 Uhr eine Bootstour durch den Milford Sound bis zur Tasman See gebucht hatte. Zwar war so früh durchaus noch kalt und der größte Teil noch im Schatten, allerdings war es auf dem Rückweg vom Meer dann umso schöner, als die ersten Sonnenstrahlen hinter den Bergen hervorgeleuchtet sind. Mit dem Boot sind wir erst an den Bowen Falls vorbei und dann auch noch zu zwei weiteren Wasserfällen, an die wir ganz nah heran gefahren sind, sodass wir schon fast direkt unter ihnen waren. Das war total beeindruckend und schön zu sehen, vor allem da man aus dieser Perspektive mal bewusst wahrnehmen konnte, wie hoch die Wasserfälle wirklich sind.











Auch wenn ich am Ende doch sehr durchgefroren war, die zweistündige Tour war auf jeden Fall sehr schön und hat sich gelohnt.
Nachdem ich noch etwas den Ausblick genossen habe, habe ich dann wieder den Rückweg in Angriff genommen und habe auch hier wieder zahlreiche Stops entlang der Strecke eingelegt.













Lake Te Anau
Ich hatte wieder so Glück, dass ich an beiden Tagen am Milford Sound strahlenden Sonnenschein hatte. Was in Fjordland, aber vor allem hier mit etwa 6700 mm Niederschlag im Jahr, definitiv nicht selbstverständlich ist.
Nachdem ich gestern dann nach einer langen Autofahrt und zahlreichen Stops dann auf meinem Campingplatz in Lumsden angekommen bin, war ich auch echt fertig, aber glücklich über die letzten drei Tage entlang dieser beeindruckenden und atemberaubend schönen Landschaft…
Heute bin ich in Athol, ein kleiner Durchfahrtsort in Richtung Queenstown, von wo ich ja ab dem 17.04. zusammen mit Helena reise…
Bis dann, eure Jule
Kepler Track
09. April 2019
Hallo ihr lieben,
Nach vier anstrengenden und beeindruckenden Tagen habe ich heute mittag den Kepler Track abgeschlossen. Das war auf jeden Fall ein echt schönes Erlebnis und eine tolle Zeit…

Tag 1
Die erste Tagesetappe ging vom Parkplatz aus erst entlang des Lake Te Anau’s und dann anschließend auf 1085 Meter Höhe. Der kontinuierliche Anstieg durch den Wald war definitiv sehr, sehr anstrengend, sobald ich aber die Baumgrenze bei knapp 1000 Meter Höhe erreicht habe, wurde ich mit einem traumhaften Ausblick auf den Lake Te Anau belohnt.
Die erste Nacht habe ich dann in der Luxmore Hut verbracht. Als es dunkel war haben wir uns rausgelegt und den unglaublich beeindruckenden Sternenhimmel beobachtet, während der Ranger uns Sachen gezeigt und erklärt hat. Auch wenn es total kalt war, war das unglaublich beeindruckend so viele Sterne zu sehen.













Tag 2
Am nächsten morgen wurde mir, bedingt durch die Uhrumstellung, quasi eine Stunde geschenkt und somit konnte ich total ungestresst den taumhaften Sonnenaufgang genießen. Generell hätte ich mir für diesen Tag kein besseres Wetter wünschen können. Die Sonne hat den ganzen Tag geschienen und was für diese Tagesetappe noch viel bedeutender ist, es war kaum windig.
Von der Hütte aus ging der Weg noch weiter ansteigend bis zum Gipfel des Mount Luxmore (1472 m) und dann im stetigen auf und ab durch die eine traumhafte Szenerie der Berge und unter anderem Blick auf den Südarm des Lake Te Anaus.
Ein weiterer Streckenteil hat dann über einen Bergrücken mit unglaublichen Ausblicken geführt, bis es dann leider auch wieder zum Abstieg auf 497 Meter und somit auch unterhalb der Baumgrenze, zur Iris Burn Hut ging. Diese Tagesetappe war durchweg einfach nur atemberaubend schön und beeindruckend. Alleine für diesen Tag hat sich all die Anstrengung gelohnt.























Tag 3
Am nächsten Morgen habe ich erst einen kleinen Seitenausflug zum Iris Burn Wasserfall gemacht, bevor mich der Weg dann weiter bis zum Lake Manapouri geführt hat. Ab hier haben sich die Höhenmeter dann auch in Grenzen gehalten, was mir nach den vorherigen Tagen auch sehr recht war. Nach einem kurzen Abschnitt hat der Weg durch eine leicht gefrorene, große Freifläche geführt, die durch die heftige Regenfälle 1984 entstanden ist. Ansonsten ging es aber weiterhin hauptsächlich durch einen durchweg von Moos durchzogen und dadurch leicht verwunschenen wirkenden, Wald geführt. Später kam dann eine Fülle an Farnen hinzu, die den gesamten Waldboden bewachsen und es somit fast wie ein Farnmeer scheinen lassen haben. Das Ende der Tagesetappe war dann die Motorau Hut, direkt am Lake Manapouri.














Tag 4
Spätestens am letzten Tag haben sich meine Waden sehr stark bemerkbar gemacht und vor allem das Treppen heruntersteigen in der Hütte war eine große Herausforderung. Sobald ich mit meinem Rucksack und Wanderschuhen dann aber losgelaufen bin, ging es wieder relativ ohne Probleme.
Am Morgen hat sich ein Wunderhafter Blick auf den See mit zahlreichen Regenbögen geboten. Nach dem ich auch hier wieder meinen ganzen Kram gut im Rucksack verstaut habe, habe ich dann die letzte Tagesetappe bis zum in Angriff genommen. Wie auch am Tag zuvor ging es größtenteils relativ flach durch den Wald. Hier hat mich der Weg zu einem anderen traumhaften Strand am Lake Manapouri, durch Wetlands und dann entlang des Waiau Rivers, der Verbindung des Lake Te Anau und Lake Manapouri geführt. Nach den letzten drei anstrengenden Tagen war ich dann aber auch heilfroh, als ich endlich am Parkplatz angekommen bin und somit die Tour gemeistert habe.















Im Gesamtrückblick war der Track auf jeden Fall mal eine echt schöne, spannende Erfahrung, auch im Bezug darauf zu sehen wie es ist mit Rucksack vier Tage am Stück zu wandern. Die gesamte Zeit über hatte ich absolutes Glück mit dem Wetter, auch wenn es nachts doch immer sehr kalt war, es hat nicht einmal geregnet und es war nicht windig. Und das ist in Fjordland vor allem zu dieser Jahreszeit in der sich das Ende der Saison anbahnt, echt nicht selbstverständlich. Nach dem ersten Tag war es dann auch immer ganz schön, am Ende vom Tag oder zwischendurch in den Pausen, die selben Leute zu treffen und sich mit ihnen zu unterhalten. Abends war auch immer ein Hut Talk von den Rangern, die unter anderem etwas über die Natur oder zum Beispiel an der letzten Hütte über die Geschichte des Lake Manapouri’s und der dort gebauten Powerstation, erzählt haben. Das absolute Highlight war mit Abstand der zweite Tag oben in den Bergen und ich bin total froh, den Track gelaufen zu sein, alleine um das so gesehen zu haben!
Jetzt gönne ich meinen Beinen erstmal eine kleine Pause und schaue entspannt, wie ich die nächsten Tage angehe…
Bis dann, eure Jule
Und weiter geht die Reise…
05. April 2019
Hallo ihr lieben,
jetzt ist schon fast wieder Mitte April, ich habe gestern die Farm verlassen und komme nicht so ganz hinterher, wie schnell die Zeit vergeht!

Ancuppen bei Gerda




Traumhafter Sternenhimmel

Die Zeit auf der Farm war echt schön, natürlich war es teilweise auch anstrengend, immer so früh aufzustehen, aber im Gesamtbild ist das nur ein sehr kleiner negativer Punkt. Ich hätte mir für meinen ersten Backpackerjob eigentlich nichts besseres wünschen können, wobei ein großer Faktor war, dass ich mich mit allen so gut verstanden habe. In den knapp zwei Monaten habe ich so viele neue Erfahrungen gemacht, Sachen gelernt und auch mein Englisch hat sich (gezwungenermaßen) unglaublich verbessert.
Momentan bin ich noch etwas traurig darüber, die Farm jetzt verlassen zu haben, auf der anderen Seite freue ich mich schon darauf jetzt wieder herumzureisen und vieles zu entdecken. Alleine in den letzten zwei Tagen habe ich schon wieder so viel erlebt!
Gestern bin ich nachdem ich meine ganzen Sachen wieder im Auto verstaut und mich schweren Herzens von allen verabschiedet habe, zu den Clifden Caves gefahren. Das ist ein circa 300 Meter langes Kalkstein-Höhlensysteme am Rande Fjordlands, das man alleine erkunden und dabei auch die ein oder anderen Glühwürmchen sehen kann. Das war durchaus eine spannende, interessante und auch teilweise abenteuerliche Erfahrung, ich war aber auch sehr froh, als ich endlich wieder draußen war.

Von dort aus bin ich dann weiter nach Te Anau gefahren, wo ich wieder meine erste Nacht auf dem Campingplatz im Auto verbracht habe. Das ist durchaus wieder gewöhnungsbedürftig, nachdem ich die ganze Zeit mein großes komfortables Zimmer hatte, aber ich fühle mich in meinem Auto immer noch wohl 🙂
Heute habe ich eine Tagestour zum Doubtful Sound gemacht. Dabei ging’s erst über den Lake Manapouri, mit dem Bus über den Wilmont Pass und dann eben eine dreistündige Bootstour durch den Fjord bis zur Tasmansee und wieder zurück. Das war echt beeindruckend und total schön, auch weil das Wetter mitgespielt und die Sonne geschrieben hat, was hier in Fjordland nicht selbstverständlich ist. Hier hat sich mir mal wieder die Schönheit der Natur Neuseelands aufgezeigt, die in den letzten zwei Monaten etwas in den Hintergrund gerückt ist. Auf dem Rückweg haben wir sogar zwei Delphine gesehen, die plötzlich vor dem Schiff hervorgesprungen sind und ein paar Minuten mitgeschwommen sind.










Die Tour hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt und jetzt freue ich mich umso mehr auf den Milford Sound und den Rest von Fjordland.
Morgen starte ich dann den Kepler Track, das wird mit sicherlich eine spannende Erfahrung und ich bin schon sehr gespannt was mich so erwartet…
Bis dann, eure Jule!
Ein kleines Update…
13. März 2019
Hallo ihr lieben,
Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man in eine Routine verfällt. Jetzt bleiben mir nur noch etwas mehr als zwei Wochen auf der Farm. Eigentlich schade, denn mir gefällt es hier echt gut, ich habe aber auch schon so einige Pläne für die kommende Zeit.
Neben dem Melken gehört jetzt auch nachmittags meistens das Weeding zum Programm. Das bedeutet ich fahre mit Quad, Anhänger und Hacke über die Paddocks und beseitige diese Gelben Pflanzen, ich glaube das ist Jakobskreuzkraut.
Letzte Woche habe ich an meinem freien Tag einen Ausflug nach Bluff gemacht. Der südliche Zipfel vom Invercargill. Hier bin dann entlang der Foveaux Strait und auf den Bluff Hill (260m) gelaufen. Es hatte sich definitiv gelohnt und war es auch mal wieder schön, eine neue Gegend zu erkundigen.




Man merkt hier eindeutig, dass der Herbst den Sommer ablöst. Wenn die Sonne mittags scheint, ist es noch richtig warm, aber gerade morgens, ist es schon echt frisch. Außerdem werden die Tage auch immer kürzer, was ich gut an den immer späteren Sonnenaufgängen beobachten kann. 
Gestern habe ich mir mal die Zeit genommen und habe mich abends rausgesetzt und die Sterne beobachtet. Da es hier nachts im näheren Umkreis keine störenden Lichtquellen gibt, ist der Sternenhimmel auch dementsprechend gut sichtbar. Ich habe mich auch mal mit dem Fotografieren probiert, da ist definitiv noch Potential aber für die ersten Versuche bin ich doch schon sehr zufrieden…
Wenn ich hier wieder weg bin, gibt es sicherlich wieder etwas mehr zu sehen und zu berichten….
Bis dann, eure Jule.
Kapuka South
25. Februar 2019
Hallo ihr lieben,
Mir ist leider gestern erst aufgefallen, dass das Hochladen des letzen Blogeintrags fehlgeschlagen war. Die Netzwerkverbindung hier ist auch generell nicht so überragend.
Seit zwei Wochen befinde ich mich jetzt schon auf der Dairy Farm in Kapuka South, ganz im Süden der Südinsel. Die Farm ist nur knapp 10 Kilometer von der Küste entfernt, mitten im Nirgendwo. Die nächste nennenswerte Stadt, hier wird nämlich auch jeder noch so kleine Ort mit nur 3 Häusern als Stadt bezeichnet, ist Invercargill, was etwa 30 Minuten mit dem Auto entfernt ist. Dort gibt es auch alles was man braucht, inclusive einer Bibliothek mit freiem Internet, von wo ich diesen Eintrag auch verfasse.



Ich wohne hier in einem Haus, das ich mir mit zwei anderen teile, die auch auf der Farm arbeiten und sehr nett sind. Einem Inder, der schon seit knapp 2 Monaten hier ist und einem Kanadier, der hier gleichzeitig mit mir angekommen ist. Ich habe mein eigenes großes Zimmer mit Zutritt auf die Terrasse inclusive super schönen Blick in die Natur. Hier gibt auch großes Wohnzimmer, ein Bad, Waschmaschine und eine tolle Küche, in der ich, anders als mit meinem Gaskocher, endlich mal wieder gut und mit mehreren Herdplatten kochen kann. Alles was man so braucht…



Auf der Farm gibt es etwa 750 Kühe, die in die zwei Herden aufgeteilt sind und zweimal täglich gemolken werden. Dazu gibt es noch die ‘Krankenherde’, welche nur morgens gemolken wird.
Der Dairy Shed, ist etwa ein Kilometer von unserem Haus entfernt und wir haben einen Buggy, mit dem wir dort immer hinfahren können. Im Shed ist eine rotierende Platform mit 54 Plätzen für die Kühe.




Das Morgenmelken beginnt morgens um 5.30 Uhr und dauert meistens so bis circa 10.30 Uhr. Dann habe ich Mittagspause und um 14.30 Uhr startet das ganze dann wieder von vorne, bis meistens etwa 18.15 Uhr. Ich habe also durchaus einen langen Arbeitstag, aber gerade durch die lange Mittagspause ist das total ok und das frühe Aufstehen wird meistens auch durch den wunderschönen Sternenhimmel hier und diverse traumhafte Sonnenaufgänge entschädigt.

Meine Aufgaben sind entweder das Anbringen der Cups auf der Anfangsseite, oder auf der anderen Seite zu überprüfen, ob die Kühe wirklich ausgemolken sind, eine Art Schutz-/Desinfektionsspray auf die Euter zu sprühen und zu schauen, dass die Kühe auch wirklich die Plattform verlassen. Außerdem müssen wir nach dem Melken sowohl alles im Shed, als auch draußen die Yard, also der ‘Vorhof’ auf dem die Kühe warten, saubergemacht werden, was immer so eine Stunde in Anspruch nimmt.



Letzten Montag war die Jährliche Shed-Inspection, weshalb wir gerade die erste Woche noch extrem viel zusätzlich gesäubert haben und zum Beispiel Spinnenweben kehren oder irgendwelche Rohre abstauben mussten.
Seid ein Paar Tagen gehört zu meinen Aufgaben morgens auch immer ein kleines, gerade mal zwei Wochen altes Kälbchen zu füttern. Das ist echt supergoldig 🙂
Generell ist die Arbeit hier durchaus sehr anstrengend und gerade in der ersten Woche habe ich das auch am ganzen Körper gemerkt, aber so langsam legt sich das auch wieder. Ich bin aber absolut froh, hier gelandet zu sein, auch weil die Gegend hier ganz schön ist und die Leute auch alle super nett sind. Gerade Nadine, ihr (bzw. ihrem Mann) gehört das hier alles, ist super freundlich und offen.
Seit ich hier bin, habe ich das Gefühl, dass auch mein Englisch immer besser wird, da mir ja durchgängig nichts anderes übrig bleibt, als mich so zu verständigen.
Mein Plan ist es, hier insgesamt sieben Wochen, jetzt also noch fünf, zu bleiben. Wenn ich die letzten zwei Wochen zurückblicke, wird das, denke ich, ziemlich schnell vorbeigehen, die Zeit geht hier echt schnell vorbei…
Bis dann, eure Jule
Entlang der Southern Scenic Route
09. Februar 2019
Hallo ihr lieben,
vom Brighton Beach aus, bin ich die letzte Woche entlang der Southern Scenic Route in die Catlins und weiter entlang der Küste gereist.
Am Sonntag bin ich als erstes zum Nugget Point gefahren. Dort ist ein Leuchtturm, von dem man einen wunderschön Blick auf die Küste und viele kleine Felsinseln hat.



Danach bin ich weiter nach Jack’s Bay, von wo ein Weg zur Jack’s Blowhole führt. Das ist eine 55 Meter tief versunkene Höhle, die durch einen Tunnel mit dem 200 Meter entfernten Meer verbunden ist.

Anschließend ging es dann weiter zu einen der meistfotografierten Wasserfälle Neuseelands, den Purakaunui Falls.

Von dort bin ich dann letztendlich auf dem Campingplatz am Tahakopa River gefahren, für den Tag hatte ich auch erst mal genug gesehen.


Am nächsten morgen bin ich schon relativ früh los zu den Cathedral Caves gefahren, da diese rund um die Ebbe begehbar sind, was an dem Tag eben morgens war und den Vorteil hatte, das zumindest anfangs noch nicht so viel los war.
Die Cathedral Caves sind zwei bis zu 30 Meter hohe, durch das Meer geformte Höhlen, die mittlerweile auch durch einen Gang miteinander verbunden sind.
Es war schon sehr beeindruckend anzusehen, allerdings waren hier auch Unmengen an Sandflies, winzig kleine Fliegen, die aus dem Sand kommen und deren Stiche, wie ich dann auch erfahren musste, nach einigen Tagen höllisch anfangen zu jucken.








Nach dem ich bei den Cathedral Caves war, bin ich weiter zu den wunderschönen McLean Falls gefahren beziehungsweise gelaufen.




Anschließend bin ich nach Curio Bay gefahren, wo ich neben einem 180 Millionen Jahren altem Fossilen Wald auch Hector Delfine gesehen habe.

Mein letztes Tagesziel war der Slope Point, der südlichste Punkt der Südinsel.

Den Rest der Woche bin ich mit nicht so viel Programm angegangen, war in Invercargill, Thornbury, Riverton, Colac Bay und bei Monkey Island, einer kleinen Insel, die bei Ebbe zugänglich ist. Unterdessen habe ich viel nach Jobs geschaut, Anfragen geschrieben und auf Antworten gewartet.








Bei Monkey Island konnte ich auch endlich mal wieder schwimmen gehen, da hier im Vergleich zu den meisten Stellen kaum Wellen waren. Allerdings ist das Wasser noch sehr kalt, gerade mal 15°C.
Gestern habe ich dann endlich eine Zusage bekommen und fahre jetzt wieder ein Teil der Strecke zurück. Deshalb bin ich heute auch noch einmal in Riverton und habe dort einen großen, mehr oder weniger planlosen Spaziergang zur und entlang der Küste gemacht, wobei ich zwischendurch mitten im Gestrüpp und auf Schafweiden war, bis ich dann tatsächlich direkt das Wasser erreicht habe. Es war aber auf jeden Fall sehr schön und hat sich auch gelohnt.








Morgen fahre ich dann in die Nähe von Invercargill, wo ich die nächsten Wochen auf einer Farm arbeiten und vor allem Kühe melken werde. Ich bin schon sehr gespannt wie das wird und sehr froh, dass die Jobsuche jetzt endlich erfolgreich war. Ich hatte es mir nämlich auf jeden Fall deutlich einfacher vorgestellt etwas zu finden.
Ach und wettermäßig sieht das hier übrigens so aus, dass es tagsüber meistens so Mitte 20°C sind, was verbunden mit dem gerade an der Küste vorherrschendem Wind sehr angenehm ist. Nachts kühlt es allerdings durchaus auf 10°C, teilweise sogar nur 6°C. Sobald die Sonne morgens wieder herauskommt, wärmt es sich aber sehr schnell wieder auf.
Mit Regen habe ich momentan doch eher Glück, in der letzten Woche hat es nur zwei mal abends/nachts geregnet. Das macht es hier aber auch sehr trocken und staubig, was man gerade auf den nichtasphaltierten Schotterwegen merkt und am Auto sieht…
Ganz liebe Grüße
Eure Jule
Waitaki Valley, Dunedin & Otago Peninsula
02. Februar 2019
Hallo ihr lieben,
jetzt ist tatsächlich schon Februar, das ist echt erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht.
Nachdem ich am Lake Ruataniwha war, bin ich weiter zum Lake Ohau, beziehungsweise Lake Middleton gefahren. Die zwei Seen liegen nur etwa 100 Meter auseinander.



Nach einer Nacht dort ging es dann entlang der SH83 Richtung Ostküste. Dabei war ich noch eine Nacht am Lake Aviemore. Dieser ist durch einen sehr großen Staudamm vom Lake Benmore getrennt. Das war schon beeindruckend einen so großen Damm von sowohl unten als auch oben zu sehen.




Generell habe ich auf dem Weg zum Meer am Waitaki River sehr viele Staudämme gesehen, durch die der große Höhenunterschied zur Energiegewinnung verwendet wird.
Der Ort an dem ich wieder auf die Küste getroffen bin, ist Oamaru. Hier bin ich zwei Nächte geblieben und habe die Zeit unter anderem dazu genutzt, mir ein neuseeländisches Bankkonto zu erstellen, was notwendig ist, um hier arbeiten zu können. Ein perfektes Beispiel für die Einfachheit solcher Dinge und Freundlichkeit der Menschen in Neuseeland. Erstens hat das ganze gerade mal 50 Minuten gedauert und war absolut unkompliziert. Allerdings braucht man auch ein Adressnachweis, da habe ich eben den Campingplatz genommen. Der Brief, den ich geschrieben bekommen habe, war aber so nicht ganz korrekt und verwendbar und dann ist die Frau vom Campingplatz noch extra zur Bank gekommen um das zu klären. Das hat mich schon echt irgendwie beeindruckt, ich meine die Frau hatte noch genug anderes zu tun, kennt mich im Grunde gar nicht und eigentlich hätte es ihr komplett egal sein können…Ich war auf jeden Fall sehr froh und sehr dankbar darüber.
2012 ist der Neuseeländer Mr. Wilson aus Oamaru in historischer Kleidung auf einem Hochrad durch ganz Neuseeland gefahren um auf die historischen Häuser aufmerksam zu machen. Deshalb sind dort auch an mehreren Ecken solche Räder zu finden.

Ansonsten bin ich viel durch die Stadt gelaufen und auch zu einem Ausblickspunkt, von dem man einen tollen Blick auf den Hafen und das wunderschön Meer hatte.


Oamaru ist auch für seine Blau Pinguin Kolonie bekannt, die man sich für viel Eintritt anschauend kann.
Meiner Meinung nach lohnt es sich aber echt nicht dafür so viel Geld auszugeben, was sich auch nochmal bestätigt hat, als abends drei Pinguine auf dem Campingplatz waren und ich sie da kostenlos und mit deutlich weniger Menschenandrang beobachten konnte. Die Pinguine waren schon echt total goldig, vor allem weil sie so winzig klein sind.
In Oamaru gibt es außerdem das Harbourside Viertel, ein total schöner Stadtteil am Hafen, mit vielen alten Gebäuden.



Von Oamaru aus bin ich dann nach Süden zum Herbert Forest gefahren, wo man sehr schön wandern konnte.



Am nächsten Tag habe ich unter anderem einen kurzen Stopp bei den Moeraki Boulders eingelegt. Das sind eine größere Anzahl, am Strand liegender, ungewöhnlich großer und perfekt kugelförmiger Steine.

Danach bin ich weiter zum Shag Point, ein Küstenabschnitt, von dem man sehr gut Seehunde beobachten konnte. Das war echt ganz toll, vor allem da ich je länger ich geschaut habe, immer mehr entdeckt habe. Leider ist es dann aber innerhalb von zehn Minuten total neblig geworden, sodass man kaum noch eine Sicht aufs Meer hatte.



Shag Point
Von dort bin ich dann weiter nach Warrington, wo ich dann die nächste Nacht war.

Morgens ging es dann direkt weiter nach Dunedin, leider hat dann aber auch der Regen angefangen. Ich habe dann trotzdem eine kleine Wanderung zu den Nicols Falls gemacht, wobei das einzige, durch den Regen entstandene, Problem war, dass es gerade auf dem Rückweg sehr schlammig und rutschig war…


Danach bin ich zur Baldwin Street gefahren. Mit einer Steigung von 47,22 Metern auf einer Länge von gerade mal 161,2 Metern, ist sie die weltweit steilste Straße. Der Regen hatte mittlerweile zum Glück auch wieder aufgehört.





Ansonsten bin ich einfach noch ein wenig durch die Stadt und den Botanischen Garten geschlendert.
Heute war ich auf Otago Peninsula, der Halbinsel, die direkt an Dunedin angrenzt und habe dort auch ein paar Touren gemacht. Unter anderem zur Wickliffe Bay, wo ein langer wunderschöner Strand war, den ich, abgesehen von ein paar Seehunden, komplett für mich alleine hatte.


Der Weg dorthin hat auch an zwei Hügeln vorbeigeführt die aussehen wie Pyramiden.
Danach bin ich noch auf den Sandymount gefahren, von dem man einen wunderschönen Blick auf das Meer, die Ostküste und die Halbinsel hatte. Dort waren auch überall Schafe.




Jetzt bin ich auf einem Campingplatz am Brighton Beach und fahre morgen weiter nach Süden in die Catlins. Ich warte immer noch gespannt auf Rückmeldungen meiner Jobanfragen und hoffe, dass ich demnächst eine Zusage bekomme.
Bis dann, eure Jule