26. Januar 2019
Hallo ihr lieben,
in den letzten Tagen habe ich so unglaublich schöne und beeindruckende Orte entdecken dürfen.
Wie schon angekündigt, bin ich am Sonntag, nach einem kurzen Zwischenstopp in Fairlie, an den Lake Tekapo gefahren und schon die Anfahrt total schön. Nachdem in den Burkes Pass überquert habe, hat sich bereits ein erster Blick auf die Südalpen gezeigt. Und beim Blick auf den davor liegenden Lake Tekapo mit seiner fast unnatürlich blauen Farbe, war ich schon ganz schön überwältigt.



Die erste Nacht dort war ich in einem ‘richtigen’ Holiday Park, wo ich unter anderem auch endlich mal wieder meine Wäsche machen konnte…Ansonsten habe ich den Mittag genutzt um auf den Mount John hochzulaufen. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf den Lake Tekapo, sowie die daneben liegenden Seen Lake Alexandrina und Lake McGregor. Auf der Spitze des Mt Johns ist auch ein Observatorium, da das Gebiet rund um den Aoraki / Mount Cook National Park ein Intenational Dark Sky Reserve ist, einer der besten Plätze weltweit um Sterne zu sehen. Was ganz einfach der Tatsache geschuldet ist, das hier kaum jemand wohnt und somit keine Lichtverschmutzung stattfindet. Die ersten Tage waren jedoch leider nachts immer bewölkt. Der Ausblick von dort oben war auf jeden Fall phänomenal, aber es war auch extremst windig.




Am nächsten Tag habe ich mein Auto noch in die Werkstatt gebracht, um mir die Bremsbeläge noch erneuern zu lassen. Da Tekapo aber mitten im nirgendwo ist und sie dort keine Vorrätig hatten, musste ich noch einen Tag länger bleiben. Diesmal war ich dann auf einem Campingplatz am Lake McGregor, der so richtig schön in der Natur war. Da sind dann auch einfach mal vier Kühe über den Campingplatz gelaufen und morgens wurde ich von dem Mähen einer großen Schafherde auf der anderen Uferseite geweckt. Hier war es auch so windig, dass ich zwischenzeitlich wirklich das Gefühl hatte, mir würde gleich das Auto umkippen. Aber es war sehr schön dort und man konnte im See auch super schwimmen. Außerdem war abends der über dem See aufgehende Vollmond wunderschön anzusehen.

Nachdem am nächsten Morgen meine Bremsbeläge ausgetauscht waren, bin ich dann endlich weiter zum Lake Pukaki gefahren.
Wo ich vorher schon dachte, das Wasser vom Lake Tekapo hätte eine außergewöhnliche Farbe, hat der Lake Pukaki das nochmal getoppt.



Die extrem Blaue Farbe des Sees hängt, wie beim Rakaia River, mit der Tatsache zusammen, dass er von Gletscherwasser gespeist wird und sich auf dem Grund feine Steinpartikel des Gletschers befinden.
Nach ein paar Stops um den schönen Ausblick zu genießen, bin ich dann entlang des Sees nach Mount Cook Village gefahren. Auf dem Weg dahin bin ich noch bei einer Lavendelfarm vorbeigekommen, was einfach ganz schön anzusehen war.

Leider hat mit meiner Ankunft auf dem Campingplatz der Regen angefangen, der bis zum nächsten Abend auch nicht mehr aufgehört hat. Das war jetzt generell nicht weiter schlimm, aber bei der kurzen Tour zum Kea Point habe gemerkt, dass man eben auch einfach nichts sieht.
Also habe ich beschlossen, einfach ein Tag länger als geplant zu bleiben und bin am nächsten Tag mittags nur ins Dorf gelaufen und dort in ein Café, das DOC Besucherzentrum, was gleichzeitig auch ein Museum ist, und bin anschließend noch zwei kleine Bush Walks gegangen. Mit meiner neu angeschafften Allwetterhose war der Regen dann auch gar nicht mehr so schlimm.
Total schön war, dass dir den vielen Regen die ganzen Bachläufe voller Wasser waren und auch in den Bergen überall kleine Wasserfälle waren.


Am nächsten Tag war dann total gutes Wetter, die Sonne ist auch teilweise richtig rausgekommen. Den Tag habe ich dann genutzt um den Hooker Valley Track zu gehen, eine Tour mit entlang des Mueller und anschließend Hooker Rivers, hin zum Hooker Lake. Dabei hatte ich einen fantastischen Ausblick auf die Berge, besonders den 3724 Meter hohen Aoraki / Mount Cook, der höchste Berg Australasiens. Dass ich diesen sogar wolkenlos zu sehen bekommen habe, war schon ein glücklicher Zufall, denn wie der Name Aoraki (“Wolkenstecher”) schon andeutet, ist der Berg meistens Wolkenverhangen. Schon der Weg zum See, der entlang vieler Ausblickspunkte und über drei Hängebrücken führt, war sehr schön, aber die Kombination aus dem Blick auf den See, den Hooker Gletscher und den Aoraki / Mt. Cook hat das dann noch mal getoppt. Ich bin zum Glück auch schon morgens losgelaufen, denn mit fortschreitender Uhrzeit war auch immer mehr los. Mittags konnte ich dann die Sonne nutzen um endlich meine nassgewordenen Kleidung zu trocknen und etwas zu entspannen.









Abends habe ich mir den Wecker gestellt, da diese Nacht endlich ein paar klare Stunden sein sollten und als ich aus dem Auto ausgestiegen bin, hat es mich gefühlt fast erschlagen. Ich glaube ich habe bisher noch nie so viele Sterne gesehen, das war einfach nur unbeschreiblich schön. Der Mond war auch noch nicht hinter den hohen Bergen aufgegangen, deswegen war der Blick umso besser. Ich habe sogar mit bloßem Auge die Milchstraße sehen können. Leider war es draußen aber sehr kalt, nachts sind es auf 6° C abgekühlt, weshalb ich mir nicht noch lange die Zeit genommen habe nach Sternbildern und ähnlichem zu suchen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich sowieso keine Ahnung davon habe. Aber diesen wundervollen Blick auf den Sternenhimmel werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen.
Am Freitag morgen habe ich dann morgens direkt den Campingplatz verlassen und bin zu Tasman Lake gefahren. Dort gibt es auch unterschiedliche Wege, unter anderem zu der Stelle, wo aus dem See ein Fluss wird und man einen wundervollen Blick auf die riesigen Gletschereis-Brocken hatte, zu den Blue Lakes sowie zu einem Aussichtspunkt, mit einem traumhaften Blick in alle Richtungen.




Mittags bin ich dann nach Twizel gefahren um mal Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen und anschließend auf einen Campingplatz ganz in der Nähe. Dieser liegt am Lake Ruataniwha, der auch eine ganz einzigartig schöne türkisblaue Farbe hat und in dem man, trotz der sehr kalten Temperatur, herrlich schwimmen kann.
Lake Ruataniwha
So langsam verlasse ich jetzt die Berge und fahre in Richtung Dunedin. Von dort möchte ich dann mal nach einem Job suchen, vor allem um wieder Geld zu verdienen, aber auch um etwas Zeit zu haben, das ganze bisher erlebte mal etwas sacken zu lassen…
Bis bald, eure Jule.









































































